Heute Morgen Start in Orange (Texas). Aber bevor wir uns auf
den Weg machten, war erst noch eine Wagenwäsche dran. Der Hocker war
mittlerweile, besonders durch die verschneiten Stecken, so keimig, dass ich
beim Anfassen des Heckdeckels nach einer Tetanusimpfung verlangte.
Kurze Zeit hinter der Stadtgrenze überschritten wir die
Staatsgrenze zu Louisiana. Und fast schlagartig änderte sich die Landschaft in
das sumpfige Mündungsgebiet des Mississippi. Die Interstate verlief teilweise
meilenweit auf Stützen durch dieses Areal. Den Mississippi River überquerten
wir dann kurz vor Baton Rouge.
In New Orleans selbst wollten wir uns den French Market
ansehen. Doch leider stellte sich das schwieriger raus als gedacht, besonders dann, wenn die halbe
USA sich in New Orleans zum Finale des Superbowl trifft. Es spielen morgen die
San Francisco 49ers gegen die Baltimore Ravens – ach ja Karten gab es auch
noch. Jedenfalls wurden die uns an jeder Kreuzung von irgendwelchen
Zwischenhändlern (ich nenn sie mal so) angeboten. Wer hingegen im Internet noch
welche erstehen wollte, sollte am besten einen Kleinkredit von 1.100$ aufwärts
beantragen.
Im Umkreis von (geschätzten) 5 km war kein freier Parkplatz mehr erhältlich – und die die noch frei waren wurden von geschäftstüchtigen Zeitgenossen für eine „Schnäppchenpreis“ angeboten. Also drehten wir drei Runden um den Market, schossen einige Fotos und machten, dass wir weg kamen, denn mittlerweile wurde auch begonnen Strassenabschnitte zu sperren, damit die Promilenz morgen auch ja ungehindert anreisen kann.
Hinter New Orleans hatten wir die eintönige Interstate satt
und wechselten in Gulfport auf die Küstenstrasse. Hier reihte sich eine
Ortschaft an die Nächste von Gulfport über Biloxi, Ocean Springs und
Pascagoula. In Biloxi nahmen wir noch den Sonnenuntergang mit.
Gegen 19:30 Uhr erreichten wir Mobil in Alabama.
Mensch Ingo - so viele schöne Bilder von Sonnenuntergängen und Sonnenaufgängen (sorry, ich lese rückwärts)... Ich bin begeistert!
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