Gegen 5 Uhr wurden die Ticket Schalter geöffnet – natürlich
mal wieder Self Checkin. Soweit ok, dann auf dem Display eine Frage, ob wir
gegen eine Gutschrift von 200$ auch einen späteren Flug nehmen würden – hää, …
natürlich nicht. Wir wollten einfach nur noch weg hier. Dann kamen die
Bordkarten, erst für Matze und dann für mich. Das Thema war nur, meine sahen
nur so aus – der Hinweis „this is not a boarding pass“, gefiel mir gar nicht.
Wir also zu der Schaltertante und gefragt, was es damit auf sich hat. Diese
sagte uns, wir sollten uns damit an unserem Travel Agent direkt am Gate wenden.
Die Sache wurde im eigenartiger. Naja, zumindest wurde mit diesen „Gutscheinen“
erst einmal das Gepäck eingecheckt und wir kamen damit auch durch den Sicherheitscheck
bis zum Gate. Dort den ersten angesprochen der uns über den Weg lief. Die
Travelagents tauchen erst eine Stunde vor boarding auf, wurde uns erklärt – also
wieder warten.
So langsam kommt mir diese Reise als eine Lektion in Sachen
Geduld üben, innerer Ruhe und Selbstbeherrschung vor.
Wie ein altes chinesisches Sprichwort schon sagte: „Fürchte
dich nicht vor dem langsamen Vorankommen, fürchte dich nur vor dem
Stehenbleiben.“ Und es ging ja weiter, wenn auch Schrittchen für Schrittchen.
Gegen 7 kamen dann die Agenten. Es kam dann auch die Ansage,
dass Passagiere ohne Sitzzuweisung (also wie in meinen Fall) aufgerufen werden,
was man dann auch tat. Man tauschte also meine Tickets gegen echte Boarding
Pässe.
Kurz zum Hintergrund. Fluggesellschaften neigen immer
häufiger dazu, Flüge zu überbuchen in der Hoffnung es treten einige Passagiere
ihre Reise nicht an und somit bekämen sie die Plätze doppelt bezahlt. Und die
Überbuchten werden dann erst am Gate mit einem Sitzplatz beschert. Wenn nicht,
werden sie einfach mit einer Gutschrift umgebucht. Wie auch immer, wir hatten
Plätze.
Dann ab in den Flieger nach New York. Schön war auch, dass
der Flieger gleich mal eine ¾ h Verspätung hatte, wo wir doch nur 1 ½ h Zeit
zum Umsteigen in New York hatten. Aber der Kapitän zündete die Nachbrenner und
wir kamen fast pünktlich an.
In New York, diesmal JFK, mussten wir vom Terminal 7 zum
Terminal 1, dazwischen eine Fahrt mit dem Airportshuttle, dann zur LOT (da
bekamen wir wieder neue Tickets) durch den Sicherheitscheck zum Gate. Und wir
waren keine Minute zu früh da, das Boarding hatte grad angefangen. Also ab nach
Warschau und verlassen wir diesen für uns momentan gruseligen Kontinent.
Es hieß immer, es wäre schwierig und zeitaufwendig in dieses
Land einzureisen. Aber, daß das Rauskommen noch viiieeel schwieriger ist,
hatten wir nicht auf dem Schirm. Wir haben bei der Einreise kaum 30 min
gebraucht (siehe Eintrag 12.01.13
Frankfurt – Newark – Honolulu),
um hier rauszukommen dagegen 2 Tage. Verrückt oder?
Achja, ich dachte das Entertainmentprogramm der TAP wäre
nicht mehr zu unterbieten – doch es geht - mit der LOT. Auf einem
Transatlantikflug: Monitore im Gang - nix mit Spielkonsole in den Rückenlehnen
– und dort nur Alcatraz TV (nur Streifen erst nur in s/w, dann auch in Farbe).
Aber in dieser Situation war mit das so ziemlich egal. Dieser Flieger sollte
uns nach Hause bringen. Matze hatte im Übrigen den besseren Sitzplatz ergattert
in der Eco Plus, während ich die Holzklasse bekam.
Pünktlich kurz nach 9 Uhr erreichten wir Warschau. Der Weiterflug
nach Berlin Tegel geht aber erst 18:25Uhr – also wieder warten.
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