Von Palm Beach nach Everglades
City sind es ca.160 Meilen, die in rund 3h zu bewältigen sind.
Die Interstate bis Miami ist
Standard. Die Strecke ab Miami verläuft dann schnurgerade Richtung Westen,
links und rechts von Sumpf umgeben. Eine etwas längere Baustelle löste die
Eintönigkeit etwas ab, natürlich zu ungunsten des Zeitplanes. Unterwegs sind dann auch
schon die ersten Anbieter von Airboattouren.
Am Visitor Center legten wir
einen Stopp ein, um mal zu schauen, was an touristisch Wertvollen in dem
Nationalpark geboten wurde. Allerdings fündig wurden wir nicht. Aber die ersten
Alligatoren waren an einem angrenzenden Teich zu sehen – nette Handtaschen. Das
Visitor Center schien auch der erste Anlaufpunkt für Biker zu sein. Sie fielen
hier gruppenweise im Minutentakt ein.
Weiter bis nach Everglades City -
und dort ein Menschenauflauf, schlimmer,
als bei uns zum Hafenfest. Und auch hier das Primärproblem: Wo sollten wir
unserem Hocker abstellen? - keine Parkplätze, und die, die noch da waren, wurden
höchstpreisig angeboten. Hm, … irgend etwas war hier wohl los.
Wir fanden dennoch einen Platz
unweit des Geschehens, mischten uns ein wenig unters Volk und entdeckten dann
auch das Thema dieses Jahrhundertfestes – das Seafood festival. Hier trafen wir
auch die Biker vom Visitor Center wieder und die hatten noch so ca. 10.000
Kumpels mitgebracht – das ganze entpuppte sich als Bikertreffen (natürlich
hauptsächlich die Harley Fangemeinde).
Na das passte, … wenn schon
Seafoodfestival, dann sollte mittags auch was Fischiges her. Am Imbiss
versuchten wir Alligator, der sowieso auf unserem heutigen Speiseplan stand (ok
ist nicht wirklich Seafood, treibt sich aber auch im Wasser rum).
Was da einem geboten wurde, war
nach meiner Ansicht absolutes low Level. Erst einmal warten wir geschlagene 10min
bevor sich die Kellnerin um uns kümmerte und das auch nur, nachdem wir sie im
Vorbeirennen ansprachen. Dann das falsche Getränk geliefert und so fix wieder
weg, dass man gar nicht zur Reklamation kam – naja halb so wild. Aber dann das
Essen – Alligatorschwanz –natürlich fritiert und als Beilage Kartoffelchips und
ne halbe Gurke– was für ne Kombination und die Gatorstücken waren auch noch
salzig, wie die letzten Pommesreste von McD – und das Ganz für rund 15 $ - also
für sowas fällt das Trinkgeld flach.
Nach einer halben Stunde waren
wir einmal rum und hatten die Nase voll von dem Gedränge und Geschiebe und machten
uns auf die Socken, wir wollten ja noch Airboat fahren. Der erste Anbieter im
Ort war uns mit rund 45$ etwas zu teuer und wir fuhren zum Nächsten. Etwas außerhalb
des Ortes wurden wir dann fündig - 15$ pro Nase für rund eine halbe Stunde –
das reichte uns.
Also sind wir mit dem Airboatride
ca. 30 min durch den Sumpf getobt, dabei hat der Guide n büsch wat dazu erklärt
z.B. was für Viechters, sich neben den Alligatoren, hier so rumtreiben, wie
Bullenhaie, Rochen und Schlangen.
Auf dem Rückweg gab´s dann Stau wegen
zuvor besagten Bauarbeiten und in Miami
durch den Berufsverkehr.
Gegen 18:30 waren wir wieder in
Palm Beach, noch fix in den Supermarkt und in die Pizzeria für Abendessen.
Den Abend verbrachten wir diesmal
bei einer Flasche Weisswein am Pool des Motels.
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