Nach nunmehr zwei Jahren haben Matze und ich uns wieder aufgerafft die Welt zu bereisen. Diesmal ist die Wahl auf die Hawaiianischen Inseln gefallen.

Aufgrund mehrfacher Nachfragen haben wir uns auch wieder zu einem Blog für unsere Reisebegleiter im Geiste hinreißen lassen.


Achja… Rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt.

Nachtrag: Eigentlich wollten wir nur die Hawaiianischen Inseln bereisen, aber es kam dann doch etwas anders ...


Arbeitstitel: From The Westside To The Eastside


Untertitel: Es gibt doch Bier auf Hawaii


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Donnerstag, 14. Februar 2013

13.02.13 San Francisco Tag 1



Bedingt durch die Zeitverschiebung waren wir heute Morgen beizeiten wach – nämlich 6 Uhr. Unsere Fähre nach Alcatraz, die wir gestern schon gebucht hatten, sollte um 11 Uhr ablegen. Wir hatten also genügend Zeit für den 45min Fußmarsch. Also gingen wir gegen 8:30Uhr bei uns am Hotel los und schlugen grobe Richtung Hafen ein. Wir kamen an einen Park, den Fort Mason Green, und schlenderten gemütlich am Hafen Richtung Fishermans Wharf. Unterwegs machten wir eine kurze Kaffepause und noch einen Abstecher zu den Seelöwen an der Pier 39. 

Kurz nach 10 erreichten wir Pier 33, von wo aus unser Transfer nach Alcatraz ablegen sollte. Wir warteten die 45 min bis zum Boarding. Die Fahrt zum Felsen dauerte ca. 15 – 20 min. An Land konnte man sich dann selbstständig auf Entdeckungstour machen. 
Das Interessanteste ist natürlich der Zellentrakt. Ausgerüstet mit einem Audioguide (in Deutsch) machten wir uns auf Zimmersuche. Wir wurden durch die einzelnen Blocks geführt und der Audioguide erzählte die Geschichte, die sich dahinter verbarg, teilweise mit Originaltexten der ehemaligen Insassen und Wärter.  Weiter ging der Rundgang über den Hof durch die Bibliothek, den Verwaltungstrakt bis zum Speisesaal. Alles in allem sehr überzeugend präsentiert. Die Unterkünfte waren allerdings nicht nach unserer Vorstellung, alles so klein und eng, die Möblierung ließ auch zu wünschen übrig und erst der Service –  kein Wunder, dass hier nur Knasties herkamen ;)  







Nach ca. 2h waren wir durch und da das mit dem Zimmer dann doch nicht geklappt hat, verließen wir dieses Verließ und „The Rock“.
Von Alcatraz und von der Fähre versuchten wir einen Blick zur Golden Gate Bridge zu erhaschen, doch die hüllte sich in Nebel. Nur die Turmspitzen waren zu sehen, während in der restlichen Bucht klare Sicht herrschte.


Vom Fähranleger ging es erst einmal zurück zur Pier 39 für einen Mittagsimbiss und dann weiter Richtung unseres Hotels. In unserer Straße hatten wir einen günstigen Fahrradverleih gefunden (Flyer in unserem Hotel). Wir hatten uns bereits gestern bei einigen Verleihern am Hafen nach Tagespreisen erkundigt, aber irgendwie waren alle gleich – komisch.

Mittlerweile war es 15 Uhr als wir auf unsere Drahtesel stiegen. Es sollte trotz der trüben Aussicht zur Golden Gate Bridge gehen. Als wir am Fort Point (Aussichtspunkt) ankamen, war von der Brücke nicht viel zu sehen. Es drückte der  Nebel von der See herein und wir beschlossen umzukehren und in Richtung Chinatown zu fahren. Auf dem Weg dorthin fuhren wir über die Lombardstreet – erst hinauf (ok den letzten Teil geschoben) und dann die Kurven wieder hinunter. Der Weg dann nach Chinatown radelte sich recht fix, es ging ja fast nur bergab.




In Chinatown angekommen, sah man noch die Reste vom chinesischen Neujahrsfest, welches ja, wie wir alle wissen, dieses Jahr am 10.Februar stattffand. Es hingen noch Unmengen von Girlanden zwischen den Häusern und auf der Straße fanden sich noch Reste von Knallkörpern. Allerdings hatten hier einige den Jahreswechsel nicht so ganz mitbekommen.  An einer Straßenecke kratzte noch einer etwas auf einer Ehru (chin. Streichinstrument), was wir als Weihnachtslieder identifizierten.




Man kam sich wirklich vor, wie in China und nicht mehr in den USA – nicht dass ich schon mal in China gewesen wäre, aber so würde ich es mir vorstellen – ein Haufen kleiner Läden, wo man nicht wusste, was die da verkaufen, weil man nicht lesen konnte, was da stand und dann die Menschen, die in einem Singsang vor sich hin brabbelten. Wir schoben also behutsam unsere Räder durch Chinatown, nicht, dass wir noch einem dieser kleinen Bewohner über die Zehen führen, die aus allen noch so kleinen Löchern heraussprangen. Und die Straßen, insbesondere die Fußwege, waren nicht sonderlich breit.


Jetzt mussten wir den steilen Berg wieder hinauf – wir entschieden uns fürs Schieben, auch weil man da noch das eine oder andere Foto machen konnte.
Mittlerweile verzog sich die Sonne in den Häuserschluchten und es wurde recht schnell recht frisch. Wir machten, dass wir uns Hotel kamen.





Die Abendessenauswahl fiel heute mal wieder auf einen Schnellimbiss mit Buritos.

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