Die Nacht war etwas unruhig. Das lag zum Einen an dem Strassenlärm
und wahrscheinlich an der Zeitumstellung - 11h Zeitunterschied steckt man eben
nicht so schnell weg.
Gegen 6 Uhr morgens sind wir dann aufgestanden – boah ey
6Uhr unfassbar.
Die gewonnen Zeit, die wir sonst mit banalem Ausschlafen
verplempert hätten, haben wir gleich für die Tagesplanung genutzt. Zum Frühstück
sind wir zu Starbucks um die Ecke gepilgert, weil freies W-Lan. Dort Mails gecheckt und Post hochgeladen.
Der Vormittag begann etwas wolkig. Das sollte sich aber
schnell in ändern, in einen blauen Himmel und 27°C.
Es sollte heute Vormittag nach Pearl Habour gehen und zwar
mit dem Bus. Auf dem Rückweg vom Frühstück schauten wir schon mal nach
Haltestellen der betreffenden Buslinie. Dabei mussten wir so hilfsbedürftig gewirkt haben, dass sich ein Einheimischer
unserer annahm. Leider war der Kollege etwas schwer bis gar nicht zu verstehen.
Wir bejahten alles und bedankten und mit einem Lächeln und Daumen hoch. Zur
Sicherheit verifizierten wir die verstanden Infos bei uns an der Hotelrezeption.
Es war dann Linie 42 nach Pearl Harbour (Kosten 2,5$/P) –
hatten wir auch so von unserem Helfer verstanden.
Nach ca. 1h Busfahrt erreichten wir Pearl Harbour. Der Eintritt
an sich war frei, nur die Taschen mussten gegen eine Spende von 3$ abgegeben
werden. Am Eingang waren zudem weitere
Beschilderungen, was alles nicht mit auf das Gelände durfte u.a. ein Verbot für
„large Cameras“.
Nun war ich der Meinung, eine Spiegelreflexkamera wäre schon
eine Kamera, die nicht unbedingt das Kleinbildkamerasegment
bedient und so gab ich diese unter stillem Protest mit meinem Rucksack ab. Als
ich dann aber beim Einlass eine Dame mit einer Spiegelreflexkamera durchflitzen
sah, kontaktierte ich gleich den daneben stehenden Wachmann. Es gab eine kurze
Diskussion über die Größe von Kameras. Unter „Large Camera“ verstehen die
Amerikaner Videokameras, die geschultert werden müssen – natürlich, wie
unaufmerksam von mir – die denken hier einfach in anderen Dimensionen.
Gut, dass wir drüber gesprochen hatten. Also forderte ich
meine Kamera von dem Taschenwächter und wir betraten das Heiligtum.
Wir schlenderten dann da so ein wenig über das Gelände. Wie
gesagt, der Eintritt an sich war frei, nur jede weitere Aktion, wie die
Besichtigung des U-Bootes etc .sollte extra vergütet werden. Es wurden diverse
kostenpflichtige Touren angeboten, die wir ausließen.
Uns fiel auf, dass meisten Besucher Japaner waren … ich überlasse die Interpretation dieser
Beobachtung jedem selbst.
Nach ca. 1h hatten wir genug gesehen und fuhren wieder mit
dem Bus zurück bis Waikiki Beach .
Gegen 2 Uhr drehten dort wir eine kurze Runde, um einen
Überblick über das kulinarische Angebot zu bekommen und diese endete mit einem
Sandwich, welches wir am Strand verdrückten.
Ein Stück zu Fuss weiter befand sich das hiesige Aquarium (Eintritt
9$), welches recht übersichtlich war - wir hatten bei dem Preis auch nicht mehr
erwartet - trotzdem klein aber fein.
Weiter dann zum Zoo (Eintritt 14$)- nach kurzem Überlegen
ließen wir das dann einstimmig ausfallen. Es folgte also der geordnete Rückzug
zum Hotel.
Am späten Nachmittag ging es dann noch mal raus auf
Nahrungssuche. Den Nachtisch hatten wir schnell gefunden. Gegen 17:00 Uhr setze
eine merklich Zunahme der Bevölkerungsdichte
auf der Strasse ein. Wir streunten ein wenig weiter auf der Einkaufsstrasse Kalakaua
Avenue entlang um schließlich im Hard Rock Cafe bei einem Bierchen zu landen.
Am Abend dann das gleiche Bild wie vom Vorabend - tausende
Menschen auf der Strasse. Es kam alles was Beine hatte, von Strassenmalern,
Tanzkünstlern, der Jungfamilie bis hin zur Polonaise Altenheim. Es kam so richtig
Jahrmarktstimmung auf - gut, es ist Wochenende, Partyzeit, aber wir vermuten
mal … na, dass das hier jeden Abend so aussieht, schon alleine wegen der Touris
, zu denen wir ja schließlich auch zählen. Wir verfolgten das Treiben ein
wenig, aber immer ein Auge auf der Suche nach einem Nahrungstempel.
Das Problem war wie so oft das Hauptgericht. Entweder
anstehen oder eine Preislage, die wir nicht bereit waren anzunehmen. In einem
Foodcourt im Waikiki Shopping Plaza
wurden wir bei einem koreanischen BBQ erst fündig und dann auch satt, und zwar
so, dass wir die Hälfte mitnahmen.
Im Hotel haben wir uns dann über den
Nachtisch hergemacht – Bier und Smirnoff Ice.
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