Nach nunmehr zwei Jahren haben Matze und ich uns wieder aufgerafft die Welt zu bereisen. Diesmal ist die Wahl auf die Hawaiianischen Inseln gefallen.

Aufgrund mehrfacher Nachfragen haben wir uns auch wieder zu einem Blog für unsere Reisebegleiter im Geiste hinreißen lassen.


Achja… Rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt.

Nachtrag: Eigentlich wollten wir nur die Hawaiianischen Inseln bereisen, aber es kam dann doch etwas anders ...


Arbeitstitel: From The Westside To The Eastside


Untertitel: Es gibt doch Bier auf Hawaii


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Dienstag, 29. Januar 2013

28.01.13 Kingman – Gallup



Da wir vor zwei Tagen schon einmal am Grand Canyon waren, ohne diesen jedoch auch nur ansatzweise in seiner ganzen Pracht bewundern zu können, wollten wir es heute noch einmal versuchen.

Allerdings zeigte sich heute morgen das Wetter von seiner unschönen Seite - in Form von Schneefall und frostigen Temperaturen. Wir checkten natürlich übers Internet auch die Wetterlage am Canyon, doch das sah auch so miserabel aus. Hm…das stand aber so weder im Reisführer noch im Kleingedruckten. 

Naja, wir entschieden uns erst einmal loszufahren. Von Kingman aus hatten wir auf der I-40 sowieso erst einmal rund  110 Meilen bis zum Abzweig in Williams  zu fahren. Vielleicht würde sich das Wetter ja noch ändern.  

Auf dem Weg nach Williams wurde der Schnee immer mehr. Die Temperaturen hielten sich um den Gefrierpunkt. Der Freeway war streckenweise eingeschneit.


In Williams dann der Höhepunkt des winterlichen Schauspiels. Der ganze Ort am Schneeschippen.



Übrigens in Williams verläuft ein Stück der Route 66 als Ortdurchfahrt. Hier haben sich die Bewohner wirklich viel Arbeit gemacht, den Glanz der Alten Zeiten zu erhalten, mit Motels, Restaurants und Shops im 50iger und 60iger Jahre Look – schick, schick. 

In Flagstaff hielten wir noch einmal, um noch mal die Wetterlage am Canyon auf Sichtbedingungen zu prüfen, doch auch die dort installierten Webcams zeigten nur ein graues Bild (tiefhängende Wolken, die kein Bild erlaubten). Also begruben wir unser Vorhaben, da wir auch keine Informationen über die Befahrbarkeit der dortigen Strassen hatten. 

Wir entschieden somit uns in Richtung New Mexiko zu verdrücken, in der Hoffnung auf besseres Wetter. Auf der weiteren Fahrt erlebten wir alle Fassetten des Wetters: Sonne, Schnee, Regen, Graupel, Wind und Nebel.

In Holbrook sollte ein weites Stück der Route 66 als Ortdurchfahrt existieren - also runter von der Interstate. Auch hier eine Vielzahl von Motels Souvenirshops und Restaurants, nur … leider alles geschlossen – die hatten wohl alle Winterferien. Die haben hier ein echt witziges Motel - das Wigwam Motel.





Weiter auf dem Freeway fiel uns ein Hinweisschild „Meteor Crater“ auf. Das erweckte unsere Neugier. Und so gingen wir dieser nach. Hier auf dem Colorado Plateau schlug vor ca.50.000 Jahren  ein Meteor mit rund 50m Durchmesser ein. Er hinterließ einen Krater (Barringer-Krater) von 1200 m Durchmesser und 180 m Tiefe – spannende Geschichte – so etwas hatten wir auch noch nicht gesehen.


Wieder zurück auf dem Freeway erreichten wir nach einiger Zeit die Staatgrenze zu New Mexiko. Da wir uns auf unserer heutigen Etappe noch kein Ziel gesetzt hatten, hielten wir es für sinnvoll am Vistor Center New Mexiko vorbeizuschauen. Vielleicht gibt es ja Infos, die für unseren Aufenthalt in diesem Staat hilfreich sein könnten. Und so nahmen u.a. wir eine HotelCouponBroschüre mit. 

Das Wetter hatte sich nach einigen sonnigen Abschnitten in New Mexiko nun doch entschieden den Tag mit Schneefall fortzusetzen. Hm… dabei suggeriert der Name Mexiko bei mir irgendwie Sonne und warm … tja wahrscheinlich ist das in NEW Mexiko etwas anders.

 Gallup sollte heute unser Etappenziel sein. Wir suchten uns ein Motel, welches wir durch die mitgenommen Broschüre recht fix fanden und einen günstigeren Preis bekamen auf dieser Basis auch noch.  

Am Abend drehen wir noch eine größeres Runde durch die Stadt Gallup, ebenfalls eine Ortsdurchfahrt der Route 66, wuchsen noch mal kurz im Supermarkt ein und holten uns beim Taco Bell die abendlichen Kalorien.    

Während die anderen Ortschaften recht übersichtlich waren, ist diese mit Motels und Restaurants  vollgepflastert, dass man echt den Überblick verliert. Hier wird einem deutlich, welchen Status der Highway zu seinen Hoch-Zeiten hatte. Es gibt sie also noch, die Hotspots der legendary Route 66.  

Das Wetter machte auch am Abend keine Anstalten von seinem Schnee -Treiben abzulassen.

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