Da wir vor zwei Tagen schon einmal am Grand Canyon waren, ohne
diesen jedoch auch nur ansatzweise in seiner ganzen Pracht bewundern zu können,
wollten wir es heute noch einmal versuchen.
Allerdings zeigte sich heute morgen das Wetter von seiner unschönen
Seite - in Form von Schneefall und frostigen Temperaturen. Wir checkten natürlich
übers Internet auch die Wetterlage am Canyon, doch das sah auch so miserabel
aus. Hm…das stand aber so weder im Reisführer noch im Kleingedruckten.
Naja, wir entschieden uns erst einmal loszufahren. Von Kingman
aus hatten wir auf der I-40 sowieso erst einmal rund 110 Meilen bis zum Abzweig in Williams zu fahren. Vielleicht würde sich das Wetter
ja noch ändern.
Auf dem Weg nach Williams wurde der Schnee immer mehr. Die Temperaturen
hielten sich um den Gefrierpunkt. Der Freeway war streckenweise eingeschneit.
Übrigens in Williams verläuft ein Stück der Route 66 als
Ortdurchfahrt. Hier haben sich die Bewohner wirklich viel Arbeit gemacht, den
Glanz der Alten Zeiten zu erhalten, mit Motels, Restaurants und Shops im 50iger
und 60iger Jahre Look – schick, schick.
In Flagstaff hielten wir noch einmal, um noch mal die Wetterlage
am Canyon auf Sichtbedingungen zu prüfen, doch auch die dort installierten
Webcams zeigten nur ein graues Bild (tiefhängende Wolken, die kein Bild
erlaubten). Also begruben wir unser Vorhaben, da wir auch keine Informationen
über die Befahrbarkeit der dortigen Strassen hatten.
Wir entschieden somit uns in Richtung New Mexiko zu verdrücken,
in der Hoffnung auf besseres Wetter. Auf der weiteren Fahrt erlebten wir alle
Fassetten des Wetters: Sonne, Schnee, Regen, Graupel, Wind und Nebel.
In Holbrook sollte ein weites Stück der Route 66 als
Ortdurchfahrt existieren - also runter von der Interstate. Auch hier eine
Vielzahl von Motels Souvenirshops und Restaurants, nur … leider alles
geschlossen – die hatten wohl alle Winterferien. Die haben hier ein echt witziges Motel - das Wigwam Motel.
Weiter auf dem Freeway fiel uns ein Hinweisschild „Meteor
Crater“ auf. Das erweckte unsere Neugier. Und so gingen wir dieser nach. Hier
auf dem Colorado Plateau schlug vor ca.50.000 Jahren ein Meteor mit rund 50m Durchmesser ein. Er
hinterließ einen Krater (Barringer-Krater) von 1200 m Durchmesser und 180 m
Tiefe – spannende Geschichte – so etwas hatten wir auch noch nicht gesehen.
Wieder zurück auf dem Freeway erreichten wir nach einiger
Zeit die Staatgrenze zu New Mexiko. Da wir uns auf unserer heutigen Etappe noch
kein Ziel gesetzt hatten, hielten wir es für sinnvoll am Vistor Center New
Mexiko vorbeizuschauen. Vielleicht gibt es ja Infos, die für unseren Aufenthalt
in diesem Staat hilfreich sein könnten. Und so nahmen u.a. wir eine HotelCouponBroschüre
mit.
Das Wetter hatte sich nach einigen sonnigen Abschnitten in
New Mexiko nun doch entschieden den Tag mit Schneefall fortzusetzen. Hm… dabei
suggeriert der Name Mexiko bei mir irgendwie Sonne und warm … tja wahrscheinlich
ist das in NEW Mexiko etwas anders.
Gallup sollte heute
unser Etappenziel sein. Wir suchten uns ein Motel, welches wir durch die mitgenommen
Broschüre recht fix fanden und einen günstigeren Preis bekamen auf dieser Basis
auch noch.
Am Abend drehen wir noch eine größeres Runde durch die Stadt
Gallup, ebenfalls eine Ortsdurchfahrt der Route 66, wuchsen noch mal kurz im
Supermarkt ein und holten uns beim Taco Bell die abendlichen Kalorien.
Während die anderen Ortschaften recht übersichtlich waren, ist
diese mit Motels und Restaurants vollgepflastert,
dass man echt den Überblick verliert. Hier wird einem deutlich, welchen Status
der Highway zu seinen Hoch-Zeiten hatte. Es gibt sie also noch, die Hotspots
der legendary Route 66.
Das Wetter machte auch am Abend keine Anstalten von seinem
Schnee -Treiben abzulassen.
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