Gegen 6Uhr haben wir dann in Frankfurt bei United eingecheckt.
Wir waren nun schon einige Male in Frankfurt im internationalen Bereich, aber
es schien uns, als ob dieser immer kleiner werden würde. Wohl auch eine Folge
der Krise? Wir wissen es nicht.
Der Flug (ca. 8h) verlief an und für sich, bis auf ein paar
holpriger Passagen, relativ ereignislos. Nur das Entertainmentprogramm war echt
noch ausbaufähig und wurde bisher nur
von der TAP unterboten. 6 Filme die immer wiederholt abliefen. Von dem
Musikangebot will ich gar nicht erst anfangen. Die haklige und zeitweise
versagende Bedienung der interaktiven Unterhaltung tat ihr Übriges.
Unsere Sorge galt dem Umsteigen in Newark (New York Domestic
Airport), ob die Zeit reichen würde das anspruchsvolle Programm der sicherheitsbewussten
Amerikaner zu absolvieren.
Im Vorfeld hatten wir in diversen Foren gelesen, dass 1 ½ h
recht knapp bemessen seien und dass so schon welche ihre Anschlussflüge
verpasst haben. Aber da wir eh nichts an der Zeit und an den Vorgängen ändern
konnten, wollten wir das Prozedere auf uns zukommen lassen. Und wie so häufig
kommt es erstens anders und zweitens als man denkt.
Der Ablauf war dann folgendermaßen: Passkontrolle incl. der
Fingerabdrücke und kleinlicher Befragung über unseren Aufenthalt, körperlicher
Belästigung inkl. Körperscanner, Aufnahme unseres Gepäckes (Durchschleusen zum
Ziel war nicht möglich) mit Konformitätserklärung und erneutes Einchecken des Gepäckes dauerte der ganze
Budenzauber nicht ganz eine halbe Stunde – na bitte, es geht also auch
schneller.
Dann noch eine gute Stunde im Flughafen in Newark
rumgetrampelt und die Zeit genutzt, um uns ein wenig frisch zumachen und u.a.
das tote Tier aus dem Mund zu entfernen.
Wir waren nun gut 24h auf den Beinen. Uns kam es vor wie
eine Woche.
Der Brüller kam dann auf der Stecke nach Honolulu. Das
Niveau des Entertainmentprogrammes erreichte den bisherigen Tiefpunkt - 6 Filme
in Englisch oder Spanisch und Ende. Und nicht, dass das reichen würde, wurden
wir hier schockgefrostet. Die gefühlten Temperaturen lagen bei 10Grad. Achja
und mit der Bordverpflegung sah es auch traurig aus – zumindest was den festen
Teil betraf – nur gegen Spende. Und die Getränke wurden natürlich … mit
kiloweise Eis gereicht. Uns hat es das dann auch – und zwar gereicht. Matze hatte
sich seine Jacke wieder aus dem Rucksack gekramt und mit der dienstlich
gelieferten Decke eingemummelt, wie Reinhold Messmer auf Himalaya Expedition.
Achja ... und mein
Sitzvordermann war einer von der sportliche Gattung. Der Sitz flatterte mir ständig
erst entgegen um dann gleich wieder zurück zu federn. Entweder baute der Typ
ein Nest, hatte einen extrem unruhigen Schlaf oder trainierte irgendeine Form
von Sit(z)ups.
Die Stunden zogen sich hin, wie ein Gummiband.
Nur so nebenbei – der Flug von Newark nach Honolulu dauert knapp 11h.
Nur so nebenbei – der Flug von Newark nach Honolulu dauert knapp 11h.
Dann endlich abends gegen 7 Uhr Ortszeit kamen wir an. Jetzt
nur noch irgendwie zum Hotel kommen. Für gewöhnlich gibt es in den Flughäfen
einen Infostand, doch war bereits Feierabend – es war ja auch schon dunkel.
Eigentlich wollten wir den Bus bis Waikiki nehmen und die
letzen Meter zu Fuss gehen – gesessen hatten wir schließlich genug. Im
Reiseführer stand auch, dass die Linien 19 und 20 bis Waikiki Downtown fahren,
nur fanden wir keinen einzigen Bus. Die Einzigen, die vor dem Flughafen
anzutreffen waren, waren diese Tourisammeltransporter, die uns natürlich auch
gleich ansprachen. Mit denen hatten wir ja in Sydney schon unsere Erfahrungen
gemacht, sodass wir gleich nachhakten, was die Routenführung anging. Normalerweise
klappern die alle Hotels in der Innenstadt ab, so dass man gleich eine
unfreiwillige Stadtrundfahrt bekommt. Das
ist ja an und für sich nicht schlecht, nur nachts - und wenn man dann noch 36h
unterwegs war, kommt das nicht so gut an. Jedenfalls willigte der Fahrer ein, uns gleich als Zweites
abzusetzen, er wollte ja schließlich seine Hütte voll bekommen. Und so fuhren
wir zum Hotel – (Kosten 14$/P).
Das Einchecken verlief reibungslos, nur als wir in das
Zimmer kamen, war nur ein Doppelbett vorhanden und nicht wie gebucht zwei
Einzelne. Also wieder hin zu der Maid am Empfang und ich habe ihr auf meiner
teutonischen Art und Weise verklickert, dass wir das so nicht gebucht hätten.
Kein Problem wir bekamen ein anderes Zimmer.
Am Abend starteten wir noch einen Rundgang um den Block zur
Einkaufs- und Kneipenstrasse, der Kalakaua Avenue. Auf der Suche nach was
Essbarem fanden wir eine Burgerbar in die wir einkehrten.
Es gibt doch Bier auf Hawaii. Paulchen Kuhn hatte sich in
seinem Song „Es gibt kein Bier auf Hawaii,…“ etwas vertan. Und es gibt hier
jede Menge davon: Budweiser, Heineken, Corona, Miller draugtht und einheimische
Biere, deren Namen ich teilweise gar nicht aussprechen kann, wie Longboard,
Aloha Spirit und Kirin Ichiblah irgendwas…
naja, wie gesagt.
Tja und somit hatte ich meinen Arbeitstitel für dieses…
Machwerk.
Mittlerweile machte sich auch das Jetlag bemerkbar.
Auf den Heimweg gegen 22 Uhr besorgten wir noch schnell
einen Stromadapter und haben einen kleinen Einblick in das Nachtleben von Honolulu
genommen. Tausende von, hauptsächlich kleinen, asiatisch aussehenden Menschen turnten auf der
Strasse vor irgendwelchen Nachtclubs herum, wahrscheinlich kamen die da auch „…nich
rein, ey“.
Da habt ihr in NY aber Glück gehabt. Bei uns dauerte das Ganze ca. 2 Std.
AntwortenLöschenAber ich finde es immer wieder interessant wenn man in Deutschland über Nacktscanner und ähnliches diskutiert. Dort gehtst du durch oder du bleibst eben draußen. Punkt!
Was das Etertainment an Bord angeht, fliegt mal mit der Condor.Die unterbieten alles!
Und jetzt genug gemeckert.
Ganz ganz viel Spaß euch beiden und erkundet alles genau damit wir es dann leichter haben ;)
Patrick und Steffi