Nach nunmehr zwei Jahren haben Matze und ich uns wieder aufgerafft die Welt zu bereisen. Diesmal ist die Wahl auf die Hawaiianischen Inseln gefallen.

Aufgrund mehrfacher Nachfragen haben wir uns auch wieder zu einem Blog für unsere Reisebegleiter im Geiste hinreißen lassen.


Achja… Rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt.

Nachtrag: Eigentlich wollten wir nur die Hawaiianischen Inseln bereisen, aber es kam dann doch etwas anders ...


Arbeitstitel: From The Westside To The Eastside


Untertitel: Es gibt doch Bier auf Hawaii


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Montag, 28. Januar 2013

27.01.13 Flagstaff – Kingman - Route 66



Heute morgen mal wieder Regen mit leichtem Schneeanteil.
Da wir vor zwei Tagen die Route 66 auf dem Weg nach Flagstaff links liegen gelassen hatten wollten wir hier heute ihrer würdigen und ein Stück auf ihr entlang cruisen. 

Hierzu muss gesagt werden, dass die Route 66 in großen Teilen auf der Interstate 40 verläuft. Lediglich einige Ortsdurchfahrten, die die Interstate 40 umfährt, sind noch erhalten.  Das einzig größere zusammenhängende Stück der Arizona Route 66 führt (mehr oder weniger) parallel zur I-40 von Ash Fork über Kingman nach Topock. Das hieß für uns, wieder zurück in Richtung Vegas.
Egal, die Zeit diese Schleife zu drehen, musste sein.

Um 10 Uhr ging es los, erst ein Stück auf der Interstate und in Ash Fork (Richtung Vegas) fuhren wir dann von der I-40 runter, um festzustellen, wie bereits beschrieben, dass nur noch die Ortsdurchfahrt vorhanden war und hinter der Stadt wieder auf dem Freeway mündet. Einige Meilen weiter auf der Interstate dann erneut ein Abzweig der Route 66 –also runter – und dann hatten wir sie gefunden die alte, sorry … historische, Route 66. Diese führte in recht eintöniger Streckenführung bis Seligmann und dann bis Kingman. Die Ortsdurchfahrten zeugten vom Verlust der 66 als Fernverkehrroute. Die Innenstädte größtenteils verlassen und verfallen, ab und zu der Versuch des Erhalt des Images.  Die Tour sollte laut Navi fast 9 Stunden dauern – tatsächlich waren wir in gut 4h in Kingman.





Demnach hatte die Navitante nicht nur einen Sprachfehler, sondern kam auch mit Fahrzeiten nicht so richtig klar. Zur Erklärung der Sprachfehler. Die Stimme der Ansagerin verschluckte immer den ersten Buchstaben, sodass bspw. aus der (Interstate) Fünfzehn immer die Ünfzehn, aus der Siebzehn die Ibzehn und aus der Vierzig die Irzig wurden. Es sorgte bisher immer für etwas Heiterkeit bei der Navigation. Wahrscheinlich war das Navi deshalb auch Freeware.     

Achja … kaum, dass wir ein Stück aus Flagstaff raus waren, besserte sich das Wetter und auf der 66 kam sogar die Sonne raus.


In Kingman checkten wir erst einmal in einem Motel ein, ohne genauen Plan, was an diesem Tag noch passieren sollte. Etwas weiter im Ort hatten wir bereits vor zwei Tagen auf unserer Hintour ein Route 66 Museum und Touristen Info entdeckt – also erst einmal ab dorthin. Dort erfuhren wir etwas über den weiteren Verlauf nach Topack. Damit war das Nachmittagprogramm gesetzt. Zuvor drehten wir natürlich noch eine kleine Runde durch das Museum. Diese zur Historie der Route 66 war recht interessant und liebevoll eingerichtet.

Nun aber ab auf die 66 nach Topack. Dieses Teilstück der Route 66 sah gleich viel abenteuerlicher aus. Die Strasse führte in engen Kurven durch die umgebende Gebirgskette hinauf und drumherum. Höhepunkt der Stecke, und natürlich ein Anziehungspunkt für Touris, war Oatman - ein kleines, im Stil der Gründerzeiten, zurechtgemachtes  Örtchen, in dem sich auf der Strasse die Esel tummelten– nein … die Vierbeinigen …obwohl, wenn ich noch mal drüber nachdenke… 

Der Weg führte weiter durch die Berge und vorbei an Goldminen, die bereit stillgelegt waren, jetzt aber wieder in Betrieb sind. – Nein, wir kamen nicht hinein. Es war alles abgeriegelt, wie ein Hochsicherheitstrakt. Bei Topack stießen wir dann wieder auf die I-40, die wir dann für die Rückfahrt nach Kingman nahmen.
Am Ende waren wir froh, diesem Umweg in Kauf genommen zu haben. Auch wenn es auf dem ersten Teilstück von Ash Fork nach Kingman nicht so aussah, als dass die Route 66 ihren legendären Ruf verdient hätte, riss der zweite Teil ab Kingman dann alles wieder raus.  








Aus unserer Sicht sollte bei einem USA Trip einfach dazugehören, die Route 66 zumindest einmal auf einem historischen Teilstück zu befahren, auch wenn sicherlich der Glanz der Alten Zeiten abgeblättert ist.

Zurück in Kingman sind wir noch kurz im Walmart eingewachsen und anschließend zum Mexikaner Abendessen.

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