Die Nacht war wie die Vorige. Ich wurde gegen 4 wach und wälzte
mich dann recht unentspannt im Bett umher. Auch der städtische
Dienstleitungssektor (Müllabfuhr) war schon unterwegs, zu erkennen an dem
nervigen Gepiepse.
Und irgendwie lag mir der Koreaner von gestern noch quer im
Magen – und ich dachte Koreaner und Russen kämen miteinander klar, aber vielleicht
war ja der Koch aus Südkorea.
Das morgentliche Prozedere glich dem Gestrigen. Frühstück
bei Starbucks, Mails checken, Post hochladen.
Gestern hatten wir uns spontan entschlossen, gleich weiter
nach Maui zu fliegen. Ursprünglich wollten wir die erste Woche komplett auf Ohau verbringen. Doch da wir am Ende
unserer Tour eh wieder hier ankommen
sollten, wo wir u.a. einen Mietwagen bräuchten, beschlossen wir diese
Aktivitäten zu verschieben.
Und so wollten wir heute einen Flug für morgen nach Kahului (Maui)
buchen – online natürlich. Doch irgendwie kamen wir mit den Eingaben auf der
Online Plattform nicht klar – es wurde ständig nach einem U.S. Wohnsitz
gefragt. So kamen wir nicht weiter.
Wir entschlossen uns zum Flughafen zu fahren. Da wir eh in
die Richtung, nach Chinatown, wollten, fuhren wir einfach das Stück weiter –
naja Stück, war wohl etwas untertrieben. Die Tour dauerte fast eine ganze
Stunde. Bei der Ankunft sahen wir dann auch wo wir am Ankunftstag den Bus
hätten suchen müssen. Dieser fuhr eine Etage höher ab. Also Merke: Mal über den Tellerrand, bzw. die Ebene drüber
hinausschauen. Problem dabei ist nur die Motivation, wenn man in der Nacht nach
rund 36h ankommt.
Auf dem Flughafen suchten wir erst die Gesellschaft, auf die
unsere Wahl auf dem Online-Portal gefallen war. Diese hatten wir recht rasch
gefunden – „Go“ sollte es sein. Wir buchten dann direkt am Tresen die Füge für
morgen. Die freundliche Fluglinienangestellte wollte uns noch direkt 15$ extra
berechnen, da wir ja schließlich ihre Dienste in Anspruch genommen haben. Auf
ihren Hinweis, das nächste Mal doch online zu buchen, hakten wir ein und
erklärten ihr, dass wir das auch schon verzweifelt versucht hätten, erfolglos
waren und deswegen extra zu ihr gekommen waren. Sie versuchte es dann ebenfalls
online, was dann natürlich auch funktionierte, aber nicht auf der Plattform, wo
wir es probierten, sondern … na richtig … auf der Homepage der Fluglinie
selbst. Hätten wir auch selbst drauf kommen.
Gut, das mit den Flügen hatten wir dann schon mal. Und wo
wir doch schon mal hier waren, wollten wir auch gleich das Mietwagenangebot
checken. Nur leider waren wir da nicht sehr erfolgreich – gut müssen wir halt
morgen unser Glück auf Maui versuchen.
Inzwischen hatte es angefangen wir aus Kübeln zu regnen. Wie
wir auf den Bus warteten, es war inzwischen Mittag, entschlossen wir unser
Ausflugsprogramm den Wetterverhältnissen anzupassen. Wir ließen also Chinatown
wo es war und fuhren zum Ala Moana Shopping Center, dem „the worlds largest open-air-shopping-center" (stand
zumindest auf dem Flyer). Also Jungs, haltet euer Mädels fest, die findet ihr
hier nie wieder – oder ihr nutzt es als Chance. Die ganzen Szene Mode marken
label an einem Fleck (Gucci, Chanel, Ralph Lauren, und weiss der Geier wer
noch).
Dieser Plan B erschien uns aufgrund der Wetterverhältnisse
am sinnvollsten. Mittlerweile goss es nicht mehr, wie aus Kübeln, sonder in
Strömen. Die Strassen standen teilweise Zentimeter unter Wasser.
Einen kleinen Haken hatte der Plan B allerdings … open air…
is klar. Ok, wenigstens war es teilweise überdacht und so sprangen wir zwischen
den Regentropfen hin und her. Wir verbrachten fast den Nachmittag dort ohne
richtig fündig zu werden. Als wir uns auf den Heimweg machten, kam auch wieder
Clairchen raus. Es gab dann noch eine kleine Verwirrung bzgl. der
Buslinienwahl.
Der Jetlag machte uns den ganzen Tag zu schaffen. Uns taten
die Knochen weh und mir lag der Koreaner von gestern immer noch quer.
Im Hotel angekommen, so gegen 17 Uhr, haben wir erst einmal
die Füsse hochgelegt.
Das Abendessen haben wir auf dem Hotelzimmer eingenommen,
zumindest Matze – zu Erinnerung, wir
hatten von gestern noch was übrig. Ich dagegen verzichtet auf das restliche
koreanische Mahl aus gegebenem Anlass.
Unterm Strich haben wir von Honolulu nicht viele
Sehenswürdigkeiten mitgenommen. Dieser Tag diente eher dem Wissenszuwachs.
Unser Hotel war diesmal von der Lage her nicht optimal gewählt, da
die meisten Sehenswürdigkeiten in Downtown liegen und man einen Großteil der
Zeit mit dem Weg dorthin verbringt, bzw. mit dem Warten auf den Bus. Auch das
war mit ein Grund, warum wir die Route geändert haben. So können wir dieses
Defizit noch ein wenig korrigieren.
Regen auf Honululu? Und ich dachte immer, die haben einen ANSPRUCH auf ständigen Sonnenschein! Aber gut, ich wünsche euch, dass ihr vom Regen demnächst verschont werdet!
AntwortenLöschenSeid lieb gegrüßt, Mela...