Vor dem Verlassen L.A.´s musste unbedingt noch ein Foto des
HOLLYWOOD Schriftzuges her. In Foren stand, dass der beste Blick vom
Mullholland Drive zu erhaschen wäre. Also haben wir unserer Navitante diese
Strasse eingetrichtert. Irgendwann nach rund 15min erreichten wir unser
vermeindliches Ziel. Wir fuhren eine Weile den Mullholland entlang und je
länger wie fuhren, um mehr fragten wir uns, ob wir denn noch richtig seien. Also
fragen wir einen des Weges kommenden Jogger – wir hoffen, ihn nicht aus seinem
Trainingsrhythmus gebracht zu haben, aber er war leider der Einzige, der uns
über den Weg lief. Und natürlich waren wir erst einmal in der falschen Richtung
unterwegs und er erklärte uns, dass der Mullholland Drive noch über 5 Meilen in
die andere Richtung geht. Der Hinweis im Forum, Mullholland Drive East, wäre
hilfreich gewesen.
Wir fuhren eine gefühlte Ewigkeit die Berge hoch und runter
und um halb L.A. bis wir zu dem Lookout kamen an dem der HOLLYWOOD Schriftzug
zu sehen war - dort dann die Fotos geschossen. Allerdings waren wir der Meinung noch
näher an den Schriftzug heranzukommen. Leider standen wir mit dieser Meinung
alleine da. Überall, an den von uns gewählten Routen, kam der Hinweis „Hollywood
Sign - No Street Access“. Wir sahen, dass mit dem Vorhaben schon andere vor uns
da waren. Wir gaben es dann schließlich auf und machten uns auf zu unserem heutigen
Etappenziel.
Also ab auf den Highway bis nach Palmdale. Hier wollten
wir unseren Klamottenbestand ein wenig aufbessern, da unsere Garderobe im Wesentlichen
auf Hawaii ausgerichtet war. Matze hatte mal wieder Glück und fand ein paar
Hosen und eine Jacke, ich dagegen ging mal wieder leer aus – grummel.
Bei Palmdale kamen wir in die Mojavewüste, der Bewuchs wurde
karger in steiniger Landschaft, umgeben von einer schroffen Gebirgskette und
der Highway immer schnurgerade aus.
Unterwegs sahen wir eine ganze Menge von richtig großen Flugzeugen,
wie Boeing 747, etwas abseits vom Highway stehen. Ein Flughafen in der Wüste für
solche Maschinen? Und so richtig nach einem Flughafen sah das auch nicht aus. Da
mussten wir mal einen genaueren Blick riskieren. Was wir erblicken war gigantisch,
ein Flughafen für ausgemusterte Maschinen. Wir hatten den Mojave Air &
Space Port gefunden.
Und weiter ging es den Highway entlang, mal einspurig, mal
zweispurig, aber immer noch gerade aus mit einer überschaubaren Anzahl an
Kurven.
Während wir in L.A. bei blauem Himmel und rund 25°C losfuhren,
fiel die Temperatur zusehends in den Keller – dem Thermometer ist nix passiert –
bis auf 11°C …brrr.
Gegen 18 Uhr erreichten wir unser Ziel Lone Pine, ein
kleines Westernstädtchen am Fuße des Mount Whitney (mit 4418m höchster Berg der
USA außerhalb Alaskas).
Das Abendessen fand natürlich standesgemäß in einem Saloon mit
einem Burger statt.
Das sind ja wirklich tolle Aussichten gewesen! schön schön...
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