Nach nunmehr zwei Jahren haben Matze und ich uns wieder aufgerafft die Welt zu bereisen. Diesmal ist die Wahl auf die Hawaiianischen Inseln gefallen.

Aufgrund mehrfacher Nachfragen haben wir uns auch wieder zu einem Blog für unsere Reisebegleiter im Geiste hinreißen lassen.


Achja… Rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt.

Nachtrag: Eigentlich wollten wir nur die Hawaiianischen Inseln bereisen, aber es kam dann doch etwas anders ...


Arbeitstitel: From The Westside To The Eastside


Untertitel: Es gibt doch Bier auf Hawaii


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Sonntag, 13. Januar 2013

12.01.13 Frankfurt – Newark – Honolulu



Gegen 6Uhr haben wir dann in Frankfurt bei United eingecheckt. Wir waren nun schon einige Male in Frankfurt im internationalen Bereich, aber es schien uns, als ob dieser immer kleiner werden würde. Wohl auch eine Folge der Krise? Wir wissen es nicht.
Der Flug (ca. 8h) verlief an und für sich, bis auf ein paar holpriger Passagen, relativ ereignislos. Nur das Entertainmentprogramm war echt noch ausbaufähig und  wurde bisher nur von der TAP unterboten. 6 Filme die immer wiederholt abliefen. Von dem Musikangebot will ich gar nicht erst anfangen. Die haklige und zeitweise versagende Bedienung der interaktiven Unterhaltung tat ihr Übriges.
Unsere Sorge galt dem Umsteigen in Newark (New York Domestic Airport), ob die Zeit reichen würde das anspruchsvolle Programm der sicherheitsbewussten Amerikaner zu absolvieren.
Im Vorfeld hatten wir in diversen Foren gelesen, dass 1 ½ h recht knapp bemessen seien und dass so schon welche ihre Anschlussflüge verpasst haben. Aber da wir eh nichts an der Zeit und an den Vorgängen ändern konnten, wollten wir das Prozedere auf uns zukommen lassen. Und wie so häufig kommt es erstens anders und zweitens als man denkt.
Der Ablauf war dann folgendermaßen: Passkontrolle incl. der Fingerabdrücke und kleinlicher Befragung über unseren Aufenthalt, körperlicher Belästigung inkl. Körperscanner, Aufnahme unseres Gepäckes (Durchschleusen zum Ziel war nicht möglich) mit Konformitätserklärung und erneutes  Einchecken des Gepäckes dauerte der ganze Budenzauber nicht ganz eine halbe Stunde – na bitte, es geht also auch schneller.
Dann noch eine gute Stunde im Flughafen in Newark rumgetrampelt und die Zeit genutzt, um uns ein wenig frisch zumachen und u.a. das tote Tier aus dem Mund zu entfernen.
Wir waren nun gut 24h auf den Beinen. Uns kam es vor wie eine Woche.
Der Brüller kam dann auf der Stecke nach Honolulu. Das Niveau des Entertainmentprogrammes erreichte den bisherigen Tiefpunkt - 6 Filme in Englisch oder Spanisch und Ende. Und nicht, dass das reichen würde, wurden wir hier schockgefrostet. Die gefühlten Temperaturen lagen bei 10Grad. Achja und mit der Bordverpflegung sah es auch traurig aus – zumindest was den festen Teil betraf – nur gegen Spende. Und die Getränke wurden natürlich … mit kiloweise Eis gereicht. Uns hat es das dann auch – und zwar gereicht. Matze hatte sich seine Jacke wieder aus dem Rucksack gekramt und mit der dienstlich gelieferten Decke eingemummelt, wie Reinhold Messmer auf Himalaya Expedition.


 Achja ... und mein Sitzvordermann war einer von der sportliche Gattung. Der Sitz flatterte mir ständig erst entgegen um dann gleich wieder zurück zu federn. Entweder baute der Typ ein Nest, hatte einen extrem unruhigen Schlaf oder trainierte irgendeine Form von Sit(z)ups.
Die Stunden zogen sich hin, wie ein Gummiband.
 Nur so nebenbei – der Flug von Newark nach Honolulu dauert knapp 11h.
Dann endlich abends gegen 7 Uhr Ortszeit kamen wir an. Jetzt nur noch irgendwie zum Hotel kommen. Für gewöhnlich gibt es in den Flughäfen einen Infostand, doch war bereits Feierabend – es war ja auch schon dunkel.
Eigentlich wollten wir den Bus bis Waikiki nehmen und die letzen Meter zu Fuss gehen – gesessen hatten wir schließlich genug. Im Reiseführer stand auch, dass die Linien 19 und 20 bis Waikiki Downtown fahren, nur fanden wir keinen einzigen Bus. Die Einzigen, die vor dem Flughafen anzutreffen waren, waren diese Tourisammeltransporter, die uns natürlich auch gleich ansprachen. Mit denen hatten wir ja in Sydney schon unsere Erfahrungen gemacht, sodass wir gleich nachhakten, was die Routenführung anging. Normalerweise klappern die alle Hotels in der Innenstadt ab, so dass man gleich eine unfreiwillige Stadtrundfahrt bekommt.  Das ist ja an und für sich nicht schlecht, nur nachts - und wenn man dann noch 36h unterwegs war, kommt das nicht so gut an. Jedenfalls willigte der  Fahrer ein, uns gleich als Zweites abzusetzen, er wollte ja schließlich seine Hütte voll bekommen. Und so fuhren wir zum Hotel – (Kosten 14$/P).
Das Einchecken verlief reibungslos, nur als wir in das Zimmer kamen, war nur ein Doppelbett vorhanden und nicht wie gebucht zwei Einzelne. Also wieder hin zu der Maid am Empfang und ich habe ihr auf meiner teutonischen Art und Weise verklickert, dass wir das so nicht gebucht hätten. Kein Problem wir bekamen ein anderes Zimmer.
Am Abend starteten wir noch einen Rundgang um den Block zur Einkaufs- und Kneipenstrasse, der Kalakaua Avenue. Auf der Suche nach was Essbarem fanden wir eine Burgerbar in die wir einkehrten.
Es gibt doch Bier auf Hawaii. Paulchen Kuhn hatte sich in seinem Song „Es gibt kein Bier auf Hawaii,…“ etwas vertan. Und es gibt hier jede Menge davon: Budweiser, Heineken, Corona, Miller draugtht und einheimische Biere, deren Namen ich teilweise gar nicht aussprechen kann, wie Longboard, Aloha Spirit und Kirin Ichiblah irgendwas…  naja, wie gesagt.
Tja und somit hatte ich meinen Arbeitstitel für dieses… Machwerk.
Mittlerweile machte sich auch das Jetlag bemerkbar.
Auf den Heimweg gegen 22 Uhr besorgten wir noch schnell einen Stromadapter und haben einen kleinen Einblick in das Nachtleben von Honolulu genommen. Tausende von, hauptsächlich kleinen, asiatisch aussehenden Menschen turnten auf der Strasse vor irgendwelchen Nachtclubs herum, wahrscheinlich kamen die da auch „…nich rein, ey“.

1 Kommentar:

  1. Da habt ihr in NY aber Glück gehabt. Bei uns dauerte das Ganze ca. 2 Std.
    Aber ich finde es immer wieder interessant wenn man in Deutschland über Nacktscanner und ähnliches diskutiert. Dort gehtst du durch oder du bleibst eben draußen. Punkt!
    Was das Etertainment an Bord angeht, fliegt mal mit der Condor.Die unterbieten alles!
    Und jetzt genug gemeckert.
    Ganz ganz viel Spaß euch beiden und erkundet alles genau damit wir es dann leichter haben ;)

    Patrick und Steffi

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